Raumenergie am Arbeitsplatz: 5 überraschende Effekte auf Wohlbefinden und Team

Kann die Farbe an der Wand wirklich beeinflussen, wie ein Team arbeitet? Raumenergie am Arbeitsplatz klingt für viele Führungskräfte zunächst nach Esoterik, für andere längst nach einem ernstzunehmenden Faktor, wenn es um Wohlbefinden, Konzentration und Mitarbeiterbindung geht. Genau an dieser Schnittstelle bewegt sich Birgit Reisch, die mit ihrem Unternehmen Energie & Kraft Essenzen Firmen, Hotels und Praxen dabei begleitet, ihre Räume neu zu gestalten.

Im Gespräch erklärt sie, wie sie selbst zum ersten Mal die Wirkung eines Raums spürte, warum viele Unternehmen bei der Planung ihrer Arbeitsräume ein entscheidendes Detail übersehen und wie ihre Methode mit Essenzen aus Alpenkräutern konkret funktioniert.

Wie Birgit Reisch die Wirkung von Räumen selbst entdeckte

Ihre erste bewusste Erfahrung mit der Kraft eines Raums machte Birgit Reisch nicht in ihrer beruflichen Praxis, sondern im eigenen Zuhause. Kurz nach ihrer Hochzeit zog sie mit ihrem Mann in eine Wohnung in einem alten Haus ein. Wie sehr dieser Ort sie belastete, wurde ihr erst im Rückblick bewusst.

„Nachdem wir diese Wohnung verlassen hatten und woanders wohnten, ging es mir schlagartig besser. Ich war besser drauf, nicht mehr traurig, und es schien, als wäre alles viel leichter.“

Erst nach dem Auszug erkannte sie rückblickend, wie sehr die Energie des Hauses ihr Befinden beeinflusst hatte, eine Erfahrung, die bis heute die Grundlage ihrer Arbeit bildet.

Was bei der Planung von Arbeitsräumen häufig übersehen wird

Möbel, Licht, Akustik, Ergonomie: Viele Unternehmen investieren gezielt in die Ausstattung ihrer Büros. Das eigentliche Wohlbefinden der Menschen, die dort arbeiten, bleibt laut Birgit Reisch dabei aber oft unbeachtet.

„Das Wohlbefinden in Räumen wird oft überhaupt nicht beachtet. Es geht um Funktionalität, perfekte Optik, optimale Raumeinteilung und gute Abläufe, aber selten darum, sich dort auch wohlzufühlen.“

Sie macht das an einem persönlichen Beispiel fest: Sie selbst arbeitet nicht gerne vor einem Fenster, durch das andere hereinsehen können, und telefoniert nicht dort, wo viele mithören. Wo sie sich wohlfühlt, arbeitet sie dagegen lieber und mit mehr Kraft, eine Beobachtung, die sich ihrer Erfahrung nach auf viele Teams übertragen lässt.

Raumenergie am Arbeitsplatz gezielt gestalten: So funktioniert die Methode

Im Zentrum von Birgit Reischs Arbeit stehen Essenzen aus Kräutern der Alpen, die direkt in Wandfarbe, Lehm oder Putz eingearbeitet werden. Durch das gemeinsame Auftragen von Farbe und Essenz entsteht, wie sie es beschreibt, eine Verbindung zwischen Wand, Farbe und Pflanzenkraft.

„So bringen wir die Kraft unserer Berge in die Räume.“

Ihre Kunden bestellen nach eigener Aussage regelmäßig neue Essenzen, sobald ein Raum neu gestrichen wird, um die von ihnen beschriebene „gute Energie“ in möglichst allen Räumen zu haben. Der Ablauf beginnt für Birgit Reisch meist unabhängig vom eigentlichen Anstrich:

SchrittWas passiert
1. AnalyseAdresse, Grundriss und Lageplan werden übermittelt, Birgit Reisch testet mit einem Tensor, welche Essenzen passen
2. ZusammenstellungEssenzen werden aufgelistet und erklärt, inklusive Botschaft und Gesamt-Resümee
3. Lieferung oder Vor-Ort-TerminPaket per Post oder persönlicher Besuch, je nach Wunsch, mit genauer Erklärung
4. Verarbeitung1 ml Essenz pro Kilogramm Farbe oder Putz wird eingearbeitet

Wer zusätzlich eine optische Neugestaltung wünscht, kann laut Birgit Reisch auf die Zusammenarbeit mit der Farbkonzepterin Barbara Rabitsch zurückgreifen.

Skepsis verstehen: Wenn Fluktuation zum Warnsignal wird

Beim Begriff „Raumenergie“ reagieren aus Erfahrung von Birgit Reisch besonders viele Geschäftsführer zunächst skeptisch. Ihrer Einschätzung nach liegt das aber weniger an mangelnder Offenheit als an fehlender Auseinandersetzung mit dem Thema.

„Gerade viele sehr logisch denkende Menschen können mir ganz genau sagen, ob sie sich in einem Raum wohlfühlen oder nicht, nachdem sie kurz darüber nachgedacht haben. Es ist eben oft einfach kein Thema.“

Ein Warnsignal sieht sie in einer auffällig hohen Personalfluktuation. Die Ursachen dafür werden ihrer Beobachtung nach meist bei der Führung oder im Arbeitsumfeld gesucht, selten aber in der Raumqualität selbst. Genau in solchen Situationen, wenn bereits mehrere Firmen in denselben Räumen erfolglos blieben, kommt ihr Unternehmen häufig ins Spiel.

„Wir werden tatsächlich oft aus der Not heraus und nicht aus Überzeugung beauftragt, für eine gute Raumenergie zu sorgen.“

Überraschende Reaktionen aus der Praxis

Zwei Beispiele aus ihrer Arbeit sind Birgit Reisch besonders in Erinnerung geblieben. Nach der Renovierung eines Betriebs mit eingearbeiteten Essenzen bemerkte ein langjähriger Handwerker eine spürbare Veränderung, obwohl sein Chef ihm gegenüber lediglich von einer gewöhnlichen Renovierung gesprochen hatte. Die neue Ausstattung allein, so der Handwerker, könne dieses veränderte Gefühl nicht erklären.

Ein zweites Beispiel betrifft einen Firmenchef, der zunächst skeptisch, aber neugierig einen Aufenthaltsraum mit Essenzen neu streichen ließ.

„Seit diesem Zeitpunkt treffen sich die meisten Angestellten aus drei Stockwerken fast ausschließlich in diesem Aufenthaltsraum.“

Für Birgit Reisch ist diese Rückmeldung eine der schönsten Bestätigungen ihrer Arbeit.

Was von der Idee der Raumenergie am Arbeitsplatz bleibt

Raumenergie im Sinne von Birgit Reisch lässt sich wissenschaftlich nicht im klassischen Sinn messen, die geschilderten Effekte beruhen auf Erfahrungsberichten aus ihrer Praxis, nicht auf kontrollierten Studien. Dass die Gestaltung von Räumen Konzentration, Kreativität und Wohlbefinden am Arbeitsplatz beeinflusst, bestätigt allerdings auch die Arbeitspsychologie: Laut einer Metastudie des Fraunhofer IAO wirken sich unter anderem Licht, Temperatur, Geräuschpegel und Raumhöhe nachweisbar auf Leistungsfähigkeit und Erholung aus (siehe „Der Einfluss von Räumen auf die Arbeit“, Personalwirtschaft.de).

Ob über Essenzen in der Wandfarbe oder über klassische Faktoren wie Licht und Akustik: Unternehmen, die der Raumenergie am Arbeitsplatz bewusst Beachtung schenken, folgen offenbar einer Spur, die sich auch fachlich begründen lässt.

Zur Person: Birgit Reisch

Birgit Reisch ist Gründerin von Energie & Kraft Essenzen mit Sitz in Laterns, Vorarlberg. Gemeinsam mit ihrem Mann Guntram Reisch und einer Mitarbeiterin stellt sie Essenzen aus Kräutern des Laternsertals sowie Quellwasser aus 1500 Metern Höhe her, die sich in Wandfarbe, Putz und Lehm einarbeiten lassen. Grundlage ihrer Arbeit sind eine dreijährige Ausbildung in der Essenzen-Herstellung und drei weitere Jahre Produktentwicklung, zu ihren Kunden zählen unter anderem Hotels, Unternehmen, Kosmetikhersteller und Energetikerinnen.
Kontakt: energie-kraft.at, Tel.  +43 (0) 699 12311456, eMail: birgit.reisch@energie-kraft.at

Häufig gestellte Fragen

Was ist Raumenergie am Arbeitsplatz?

Damit ist gemeint, dass die Atmosphäre und Beschaffenheit eines Arbeitsraums das Wohlbefinden, die Konzentration und das Verhalten der Menschen darin beeinflusst. Birgit Reisch arbeitet dabei mit Essenzen aus Alpenkräutern, andere Ansätze setzen auf Licht, Akustik oder Temperatur.

Wie werden die Essenzen in die Wandfarbe eingearbeitet?

Pro Kilogramm Farbe, Putz oder Lehm wird 1 ml Essenz eingerührt. Welche Essenzen zum Einsatz kommen, testet Birgit Reisch vorab anhand von Adresse, Grundriss und Lageplan des jeweiligen Gebäudes.

Woran erkennen Unternehmen, dass ihre Arbeitsräume die Mitarbeitenden belasten?

Ein mögliches Warnsignal ist laut Birgit Reisch eine auffällig hohe Personalfluktuation, insbesondere wenn bereits mehrere Firmen in denselben Räumen erfolglos geblieben sind, ohne dass die Ursache eindeutig bei Führung oder Arbeitsklima liegt.

Muss ein Unternehmen umbauen, um die Raumenergie zu verbessern?

Nein. Die Essenzen lassen sich bei einem ohnehin geplanten Neuanstrich einarbeiten, ein Umbau ist dafür nicht notwendig. Optisch verändert sich durch die Essenzen selbst nichts.