Warum wir Probleme auf der falschen Ebene lösen: Caroline Anne Hagel im Interview

Unternehmer und Führungskräfte lösen berufliche Probleme meist auf dieselbe Art: analysieren, entscheiden, umsetzen. Bei persönlichen und zwischenmenschlichen Konflikten funktioniert genau dieser Reflex oft nicht, und viele wundern sich, warum sie trotz aller Erfahrung an derselben Stelle hängen bleiben. Die Yoga- und Meditationslehrerin sowie Systemaufstellerin Caroline Anne Hagel begegnet diesem Muster regelmäßig in ihrer Praxis. Im Interview erklärt sie, warum sie glaubt, dass wir Probleme auf der falschen Ebene lösen, welche Anzeichen dafür sprechen und wo für sie die Grenzen ihrer Methode liegen.

Caroline Anne Hagel ist Yogalehrerin (BDY/EYU, VYM) und Lehrerin für Samyama Integrale Yogameditation sowie anerkannte Systemaufstellerin (DGfS). Von ihrer Praxis im oberbayerischen Wildsteig aus begleitet sie sowohl Privatpersonen als auch Unternehmer und Führungskräfte, unter anderem mit System- und Familienaufstellungen sowie mit Einzel- und Gruppensupervision.

Warum Analyse bei persönlichen Konflikten an ihre Grenzen stößt

Für Caroline Anne Hagel liegt der Kern des Problems darin, dass in der Arbeitswelt seit der Industrialisierung vor allem eine Fähigkeit trainiert wurde: der analytische Blick über Zahlen, Listen und Statistiken. Andere Ebenen des Menschen, Sinn, Zugehörigkeit, das eigene Körperempfinden, seien dabei zu reinem „Beiwerk“ geworden.

„Der zerstreute Geist verliert sich in Gefühlen, Gedankenmustern und im Reagieren statt im Agieren. Der Mensch dahinter, sowohl er selbst als auch sein Gegenüber, wird nicht mehr gesehen. Und ist der Mensch nicht derjenige, mit dem alles steht und fällt?“

Ihrer Erfahrung nach kommen Unternehmer und Führungskräfte deshalb an Grenzen, weil Konflikte, die eigentlich mit ihnen selbst als Menschen zu tun haben, mit denselben Werkzeugen bearbeitet werden wie ein betriebswirtschaftliches Problem: mit Checklisten, Kennzahlen und Jahresgesprächen. Genau dort, sagt sie, brauche es einen anderen Zugang.

Um diesen anderen Zugang zu finden, arbeitet Caroline Anne Hagel in ihrer Praxis mit gezielten Reflexionsfragen. Für den unternehmerischen Kontext sind das zum Beispiel:

  • Wie und warum ist das Unternehmen entstanden?
  • Bin ich selbst der Gründer, oder führe ich das Werk meiner Vorfahren fort, und lebe ich genauso dafür?
  • Was war der ursprüngliche Gründungsgeist dahinter?
  • Was hat dazu geführt, dass das Unternehmen seine heutige Größenordnung erreicht hat?
  • Wo ist der ursprüngliche Fokus im Laufe der Zeit verloren gegangen?

Für die Person hinter der Führungsrolle kommen aus ihrer Sicht weitere Fragen hinzu, etwa ob der Job tatsächlich die eigene Berufung ist, ob die tägliche Motivation von innen kommt oder eher äußeren Erwartungen folgt, und ob jemand in seiner Rolle eine Funktion spielt oder authentisch handelt.

Sie betont dabei ausdrücklich, dass das kein Vorwurf sei, sondern schlicht eine Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte, die bis heute so gelehrt und gelebt werde. Aus ihrer Sicht ist das mit ein Grund, warum psychische Erkrankungen seit Jahren deutlich zunehmen, mit entsprechenden körperlichen Folgeerkrankungen, die aus ihrer Sicht erst in den kommenden Jahrzehnten voll sichtbar werden.

Der Herzgeist: Warum der Kopf allein nicht reicht

Einen zentralen Baustein ihrer Arbeit sieht Caroline Anne Hagel in dem, was sie in Anlehnung an den klassischen Yoga als „Herzgeist“ bezeichnet. Schon im alten Yoga sei von der Vielschichtigkeit des Herzens die Rede gewesen: Über den Herzgeist verbinde sich ein Mensch sowohl mit sich selbst als auch mit anderen, wenn die Schwingungen von Herz und Kopf zusammenfänden.

Bleibt jemand dagegen dauerhaft im rein kognitiven Bereich stecken, ohne diesen Herzgeist zu pflegen, entstehe aus ihrer Sicht eine innere Trennung, und Trennungen führten ihrer Erfahrung nach immer ins Leid. Die Folge: Man nimmt weder sich selbst noch das Gegenüber mehr wirklich wahr.

„Wir spüren und nehmen nicht mehr das wahr, um was es wirklich geht. Wir nehmen uns nicht mehr wahr. Wir nehmen den anderen nicht mehr wahr.“

Diese Fähigkeit zum Spüren gehöre ihrer Meinung nach, mit Verweis auf ihre Mentorin Helga Simon-Wagenbach und deren Konzept der „Spürenden Achtsamkeit“, bereits in Kindergärten und Schulen gelehrt, damit Herz und Kopf von klein auf gemeinsam das Sagen hätten. Dass Menschen sich stattdessen oft wie fremdgesteuert erleben, führt sie auch auf familiäre Prägungen zurück, die weit über die eigene Biografie hinausreichen.

„Wir folgen immer einem Streifen.“

Das Zitat stammt von ihrem Mentor Harald Homberg und bringt für sie auf den Punkt, dass Menschen in ihren Entscheidungen nicht vollständig frei seien, wohl aber frei darin, mit einer aktuellen Situation bewusst anders umzugehen als bisher.

Woran erkennt man, dass Menschen Probleme auf der falschen Ebene lösen?

Ein zentrales Signal ist für Caroline Anne Hagel die Wiederholung: Ein Konflikt taucht in wechselnder Form immer wieder auf, obwohl er scheinbar schon gelöst war, man glaubte bereits an eine Lösung, bevor sich diese als dasselbe Muster in neuem Gewand entpuppte. Darüber hinaus nennt sie aus ihrer Praxis regelmäßig folgende Anzeichen:

  • Es verändert sich über längere Zeit nichts, während der Druck von außen stetig wächst.
  • Es verändert sich ständig etwas, in Form von Unruhe und Chaos, die die eigenen Kräfte übersteigen, etwa hohe Fluktuation, viele Krankmeldungen, Unruhe im Team oder immer wieder neue, ungeplante Reparaturen und Anschaffungen.
  • Es entstehen Sinn- und Lebenskrisen.
  • Körperliche oder psychische Beschwerden entstehen und wollen nicht mehr aufhören, von häufigen Erkältungen bis zu schwereren Erkrankungen, ebenso ungewollte Ereignisse wie Scheidung oder Unfälle im Unternehmen oder im privaten Umfeld.

„Schlussendlich hat ein Problem immer auch mit einem selbst als Privatperson zu tun. Wir können diese Wirkung nicht aus dem beruflichen Kontext ausklammern, auch wenn ich es in meiner Arbeit strikt trenne.“

Deshalb hält sie regelmäßige Selbstreflexion für unverzichtbar, gerade für Menschen in Führung: „Es ist wichtig, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.“ Sie empfiehlt Unternehmern und Führungskräften ausdrücklich, mehrmals im Jahr Supervision zu nutzen, einzeln oder in der Gruppe, um mit einem gewissen Abstand auf das eigene Handeln zu schauen.

Dahinter steckt für sie ein Grundprinzip des klassischen Yoga: Darśana, übersetzt etwa Schau oder Spiegel. Die Reaktion anderer Menschen auf einen selbst versteht sie als reines Resonanzgeschehen, gewissermaßen als Spiegelung der eigenen Person, weshalb sich berufliche Konflikte für sie nie ganz vom privaten Kontext trennen lassen.

Aus der Praxis: eine Führungskraft im Gespräch

Caroline Anne Hagel schildert (anonymisiert und in ihrer eigenen Deutung) den Fall einer Führungskraft, die sich trotz eines guten Verhältnisses zur Belegschaft im Team nicht wohlfühlte, an ihrem eigenen Arbeitspensum fast über die Kräfte ging und bis tief in die Nacht arbeitete. Im Gespräch zeigte sich für sie ein Muster: Die Führungskraft ging privaten wie beruflichen Konflikten seit jeher aus dem Weg, geprägt durch eigene familiäre Erfahrungen. Als Caroline Anne Hagel einen Satz einer früheren Lehrerin zitierte, wonach Führungskräfte in ihrer Rolle grundsätzlich allein seien, habe der Klient sichtlich bewegt reagiert, weil genau das nicht seinem Wunsch entsprach.

Für Caroline Anne Hagel zeigt dieses Beispiel exemplarisch, wie eng private Prägung und berufliche Rolle für sie zusammenhängen: „Eine Führungskraft ist maximal das, was sie aus ihrer Familie mitbringt.“

Wiederkehrende Muster bei erfolgreichen Menschen

Auch beruflich erfolgreiche Menschen drehen sich aus Sicht von Caroline Anne Hagel bei bestimmten Themen im Kreis, gerade weil sie in vielem erfolgreich sind. Sie nennt als typische Ursachen eine früh erlernte Vermeidung von Konflikten, fehlende Zeit für sich selbst und eine gewisse „Beratungsresistenz“: Wer Vorschläge und Kritik grundsätzlich abwehrt, entzieht sich damit auch der eigenen Verantwortung, sagt sie.

„Wer erfolgreich ist, steht meines Erachtens in der Verantwortung, alle seine Ebenen zu klären, zu schulen und zu kultivieren. Diese Menschen sind mehr oder weniger ein Vorbild für andere.“

Als weitere Ursachen nennt sie schlicht Gewohnheit („so haben wir es immer schon gemacht“) und die Angst vor Neuem. Auch das Delegieren falle vielen erfolgreichen Menschen zunehmend schwer, sei teils sogar blockiert, was für sie letztlich wieder auf das Thema Vertrauen zurückführt.

Was systemische Arbeit sichtbar machen kann

Caroline Anne Hagel ist sich bewusst, dass System- und Familienaufstellungen von faktenorientierten Menschen oft skeptisch gesehen werden. Ihr Argument: Kennzahlen und Analysen zeigen das, was sie das „explizite Wissen“ nennt, während vieles im Unternehmensalltag auf einer Ebene liegt, die sich nicht in Tabellen abbilden lässt, dem „impliziten Wissen“ aus Erfahrung und Beziehung. Sichtbar werde dieses implizite Wissen für Caroline Anne Hagel oft erst indirekt, etwa über hohe Fluktuation, häufige Fehlentscheidungen oder wiederkehrende Konflikte im Team.

Wichtig ist Caroline Anne Hagel dabei die Abgrenzung zu reiner Esoterik: „Es geht um den Alltag, nicht um ein spirituelles Chichi.“ Sie versteht ihre Arbeit als Ergänzung, nicht als Ersatz für klassische Analyse, gerade bei Menschen, die stark im Kopf unterwegs sind.

Sichtbar wird dieses implizite Wissen für sie erst über das Spüren, nicht über das Denken, was gerade Menschen überrascht, die stark im Kopf verhaftet sind. Bei ihnen arbeitet sie deshalb gerne verdeckt, also ohne die Hintergründe vorab offenzulegen, damit diese ihre eigene spürende Ebene neu entdecken können.

Diese Abgrenzung ist ihr wichtig, weil Spiritualität im Alltagsverständnis häufig mit reiner Theorie verwechselt wird. Für sie zählt dagegen die unmittelbare, spürbare Erfahrung, nicht das Reden darüber. Dazu passt für sie ein Satz des Zen-Lehrers Willigis Jäger, den sie im Interview zitiert:

„Ein spiritueller Weg, der nicht in den Alltag führt, ist ein Irrweg.“

Wer heute schon mit dieser Methode arbeitet

Dass System- und Familienaufstellungen reine Privatsache seien, hält Caroline Anne Hagel für ein Missverständnis. Aus eigenen Supervisionen kennt sie eine ganze Reihe von Institutionen, die bereits mit der Methode arbeiten: Banken, Schul- und Jugendämter, Ärzte, Therapeuten und Pädagogen. Vereinzelt gebe es inzwischen sogar Unternehmen und Einrichtungen mit einer, wie sie es nennt, spirituellen Leitung.

„Es ist so schade, dass die Aufstellungsarbeit und der klassische Yoga der Altmeister immer noch als Privatvergnügen und somit unserem Alltag als nicht zugehörig gesehen wird. Schon gar nicht in unserer Wirtschafts- und Arbeitswelt.“

Ihr Anliegen ist dabei ausdrücklich keine Abgrenzung vom Berufsalltag, sondern das Gegenteil: Beide Methoden, Aufstellungsarbeit wie klassischer Yoga, sollen aus ihrer Sicht wieder selbstverständlicher Teil des Alltags werden, auch in der Wirtschafts- und Arbeitswelt.

Grenzen der Methode: Wann es Coaching oder andere Hilfe braucht

Auf die Grenzen ihrer Arbeit angesprochen, antwortet Caroline Anne Hagel unmissverständlich: „Eine ganz klare Grenze ist jede Akutsituation. In solch einem Fall sind die Akut-Fachleute zuständig.“ Für Themen, die kurzfristig eine Lösung brauchen, hält sie klassisches Coaching für den passenderen Weg, mit dem sie in ihrer Praxis auch bewusst zusammenarbeitet. Systemische Arbeit versteht sie eher als längerfristigen, begleitenden Prozess, der die Ursachen eines Musters aufzeigt, teils über mehrere Generationen hinweg, aber keine schnelle Lösung für akute Krisen ersetzt.

Innerhalb dieser Grenzen unterscheidet sie zusätzlich zwei Anwendungsfälle. Geht es um echtes Leid, sei die Aufstellung nur dann wirksam, wenn tatsächlich Leid dahinterstehe: „Stellt man Chichi auf, kommt Chichi dabei raus.“ Bei Visionen, Projekten und Zielen dagegen, wo es nicht um Leid, sondern um anstehende Entscheidungen geht, versteht sie die Aufstellung eher als Impulsgeber für die nächsten Schritte und mittelfristige Ziele, nicht als Krisenintervention. Auch im privaten Bereich, wo sie Klientinnen und Klienten oft über einen längeren Zeitraum begleitet, verweist sie bei Bedarf konsequent an die entsprechenden Fachstellen.

Bei der Zusammenarbeit mit Coaches bevorzugt sie es, wenn diese bereits im Unternehmen bekannt sind, die Systemaufstellung befürworten und die Situation kennen, weil sie die Lage dann objektiver einordnen können. Ist das nicht der Fall, empfiehlt sie gerade im unternehmerischen Kontext, von Beginn an einen Coach hinzuzuziehen, insbesondere für die Umsetzung dessen, was sich in einer Aufstellung gezeigt hat, etwa bei unternehmerischen Entscheidungen und im Umgang mit Mitarbeitenden. Sie selbst versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Unternehmensberaterin, sondern als Impulsgeberin für die tieferliegenden, verborgenen Themen.

Hinweis der Redaktion: Die im Interview beschriebenen Methoden spiegeln die persönliche Erfahrung und Praxis von Caroline Anne Hagel wider. Bei akuten Krisen oder gesundheitlichen Beschwerden empfiehlt sie selbst ausdrücklich, zusätzlich medizinische oder psychologische Fachleute hinzuzuziehen.

Beratung ist nicht Zuhören

Auch wenn Caroline Anne Hagel eng mit Coaches zusammenarbeitet, unterscheidet sie in ihrer eigenen Arbeit klar zwischen Beratung und Zuhören. Reine Beratung bleibe für viele Menschen zu sehr Kopfsache und münde selten in echtes Handeln, beobachtet sie: Die wenigsten Klientinnen und Klienten würden nach einer Beratung tatsächlich etwas verändern, weil Gewohnheit und Alltagsroutine meist die stärkere Kraft seien.

„Wer handelt, der verwandelt, doch nur, wenn der Sprung ins Neue gewagt wird.“

Zuhören versteht sie dagegen als eigenständigen Teil ihrer Arbeit, unabhängig von jeder Beratung. Erst wenn Klientinnen und Klienten spüren, dass alles, auch schwierige Gefühle wie Scham, Schuld oder Schmerz, offen ausgesprochen werden darf, könne sich etwas lösen.

„Wenn erst einmal alles so sein darf, wie es ist, welch ein Geschenk. Wie entlastend ist das denn: Nichts muss mehr unterdrückt werden. Alles darf erst einmal auf den Tisch, mit all den Tränen, dem Schmerz, dem Scheitern, der Scham und der Schuld. Zuhören ist ein Teil meiner Arbeit und hat nichts mit Beratung zu tun.“

Drei Fragen für Unternehmer bei hartnäckigen Problemen

Zum Abschluss gibt Caroline Anne Hagel Unternehmern konkrete Reflexionsfragen mit, wenn ein Problem trotz mehrerer Lösungsversuche bestehen bleibt:

  • War dieses Problem, wenn auch in anderer Form, schon einmal da?
  • Auf welche Arten habe ich bereits versucht, es zu lösen?
  • Wie oft und von wem, auch privat, wurde mir schon gesagt, dass sich etwas ändern muss, und wie bin ich darauf eingegangen?

Bei Themen rund um Unternehmensnachfolge ergänzt sie drei weitere Fragen: Wann und wie ist das Unternehmen entstanden? Geht es um eine geregelte Übergabe oder um einen ungeplanten Anlass wie Unfall oder Todesfall? Und: Gab es Ähnliches schon einmal in der Familiengeschichte, und wie wurde damals damit umgegangen?

Einordnung

Systemische Arbeit und Familienaufstellungen sind in Deutschland ein etabliertes, aber fachlich nicht unumstrittenes Feld. Sie werden unter anderem in Supervision, Sozial- und Bildungswesen sowie zunehmend im Coaching eingesetzt, ersetzen jedoch keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Wer sich für die Methode interessiert, sollte sie, wie auch Caroline Anne Hagel selbst betont, als Ergänzung zu bewährten Instrumenten wie Coaching und Supervision verstehen und bei akuten Krisen immer zusätzlich Fachleute einbeziehen. Für Führungskräfte, die sich ohnehin mit neuen Arbeitsformen und Unternehmenskultur auseinandersetzen, kann ein Blick auf solche systemischen Zusammenhänge eine zusätzliche Perspektive liefern, ohne klassische Managementmethoden zu ersetzen. Mehr zum Thema, wie Führungskräfte ihre Entscheidungsqualität verbessern können, auch im Interview zur 4-Tage-Woche als Unternehmer. Einen Überblick über die fachlichen Standards der Aufstellungsarbeit bietet die Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS).

FAQ

Was ist eine System- oder Familienaufstellung?

Dabei stehen Stellvertreter für Personen oder Themen im Raum, um verborgene Muster und Dynamiken innerhalb eines Systems, etwa einer Familie oder eines Unternehmens, sichtbar zu machen.

Für wen eignet sich systemische Arbeit im Unternehmenskontext?

Caroline Anne Hagel setzt sie vor allem bei wiederkehrenden Konflikten, Entscheidungsblockaden, Themen rund um Unternehmensnachfolge sowie als Impulsgeber bei Visionen und mittelfristigen Zielsetzungen ein, nicht bei akuten Krisen.

Ersetzt eine Aufstellung ein Coaching?

Nein. Caroline Anne Hagel arbeitet bewusst mit Coaches zusammen und sieht ihre Arbeit als Impulsgeber für tiefer liegende Themen, nicht als Ersatz für Beratung oder Umsetzungsbegleitung.

Wo liegen die Grenzen der Methode?

Nach eigener Aussage klar bei jeder Akutsituation. Dort verweist Caroline Anne Hagel konsequent an entsprechende Fachleute.

Ist das nicht einfach Esoterik?

Caroline Anne Hagel grenzt ihre Arbeit ausdrücklich von reinem „spirituellem Chichi“ ab: Es gehe um konkrete Alltagserfahrung und spürbare Wirkung, nicht um Theorie oder Glaubenssätze.